Wenn das Shopping zur Sucht wird
Rund acht Prozent er deutschen Bundesbürger sind an Shopping-Sucht gefährdet. Sie sind täglich der Gefahr ausgesetzt, an einer Kaufsucht zu erkranken.
Diese psychische Störung äußert sich im zwanghaften und episodischen Kaufen der unterschiedlichsten Waren. In Deutschland war diese Art der psychischen Erkrankung noch relativ unbekannt. Doch mit der Zeit steigt die Zahl der Betroffenen, vor allem in deutschen Großstädten.
Wenn Shopping zu Sucht wird, leiden die Betroffenen nicht an einer Krankheit, sondern an einer Zwangsstörung, die es schnellstmöglich zu behandeln gilt. Bei der Shopping- oder auch Kaufsucht geht es vorwiegend nicht darum viele verschiedene Konsumgüter zu besitzen, sondern der Reiz dieser Sucht liegt ganz allein im Kauf und nicht im Besitz der eigentlichen Waren. Das fatale an dieser Krankheit ist, dass die Grenzen zwischen einem „normalen“ Kaufrausch und einer beginnenden Sucht nicht ganz einfach zu erkennen sind. Die ersten Anzeichen einer Kaufsucht sind jedoch dann gegeben, wenn das Shopping einfach keinen richtigen Spaß mehr macht oder wenn die Familie und das Konto zunehmend mit den Eskapaden der Einkäufe belastet werden. Auch gilt es als ein sicheres Anzeichen, wenn ständig Dinge gekauft werden, die überhaupt nicht benötigt werden.
Eine Kaufsucht entsteht nicht von einem Tag auf den Anderen. Es ist ein schleichender Prozess, der sich manchmal sogar über Jahre hinweg entwickelt.
Die Alarmglocken sollten jedoch dann anfangen zu läuten, wenn sich eine Überschuldung andeutet oder wenn die Shopping-Touren heimlich vollzogen werden und die Einkäufe noch nicht einmal mehr ausgepackt werden. Bei den ersten Anzeichen einer Kaufsucht sollte professionelle Hilfe, zum Beispiel in Form von Psychologen oder Selbsthilfegruppen, in Anspruch genommen werden. Ein Weg alleine aus der Sucht ist relativ schwer und in den meisten Fällen einfach unmöglich.
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